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EM 2028 Qualifikation – Weg zur Europameisterschaft

Updated Oktober 2026
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Überblick: Das Qualifikationssystem zur EM 2028

Die Qualifikation zur UEFA EURO 2028 folgt einem System, das sich in den vergangenen Turnierzyklen bewährt hat und nun mit einigen Anpassungen fortgeführt wird. Das UEFA-Exekutivkomitee hat im Mai 2025 die endgültigen Details des Qualifikationsformats bestätigt, nachdem bereits im Januar 2023 die grundsätzliche Struktur festgelegt worden war. Für Wettbegeisterte bedeutet dieser lange Vorlauf, dass bereits jetzt strategische Überlegungen angestellt werden können, welche Mannschaften den Sprung zur Endrunde schaffen werden.

Das Grundprinzip der Qualifikation ist überschaubar: 55 UEFA-Mitgliedsverbände können am Qualifikationsprozess teilnehmen, wobei am Ende 24 Mannschaften bei der Endrunde in Großbritannien und Irland dabei sein werden. Die nationalen Teams werden in zwölf Gruppen eingeteilt, die entweder vier oder fünf Mannschaften umfassen. Innerhalb dieser Gruppen spielt jedes Team zweimal gegen jeden Gegner, einmal zu Hause und einmal auswärts. Diese Struktur gewährleistet sportliche Fairness und bietet gleichzeitig ausreichend Spieltermine für attraktive Wettmöglichkeiten.

Der direkte Weg zur Europameisterschaft führt über den Gruppensieg oder einen der besten Plätze unter den Gruppenzweiten. Die zwölf Gruppensieger qualifizieren sich automatisch, ebenso wie die acht besten Gruppenzweiten. Damit stehen nach Abschluss der regulären Gruppenphase 20 der 24 Teilnehmer fest. Die verbleibenden vier Plätze werden über ein Playoff-System vergeben, das eng mit der UEFA Nations League verknüpft ist und damit eine zusätzliche Chance für Mannschaften bietet, die in der klassischen Qualifikation knapp gescheitert sind.

Eine Besonderheit der EM 2028 ist die Situation der Gastgeberländer. England, Wales, Schottland und Irland teilen sich die Ausrichtung des Turniers, erhalten aber keinen automatischen Startplatz. Stattdessen müssen sich alle vier Nationen durch die Qualifikation kämpfen, werden dabei jedoch als Gruppenköpfe in unterschiedliche Gruppen gelost. Für den Fall, dass eine oder mehrere Gastgebernationen die reguläre Qualifikation verpassen sollten, sind zwei Plätze als Sicherheitsnetz reserviert. Diese Regelung sorgt für sportliche Integrität und stellt gleichzeitig sicher, dass zumindest einige Gastgeber bei ihrem Heimturnier dabei sein werden.

Lesen Sie auch EM 2028 Qualifikation erklärt.

Zeitplan der Qualifikation: März bis November 2027

Trainer bespricht den Spielplan mit der Mannschaft auf dem Trainingsplatz

Die Qualifikationsrunde zur EM 2028 erstreckt sich über einen Zeitraum von neun Monaten im Jahr 2027. Die ersten Spiele werden im März 2027 angepfiffen, die letzten Gruppenspiele finden im November 2027 statt. Dieser komprimierte Zeitplan unterscheidet sich von früheren Qualifikationszyklen, die sich oft über anderthalb Jahre erstreckten, und schafft eine intensivere, spannungsreichere Phase des Wettbewerbs.

Die Länderspielfenster für die Qualifikation sind im FIFA-Kalender fest verankert und fallen traditionell auf die Wochen, in denen der Klubfußball pausiert. Im Jahr 2027 werden voraussichtlich sechs solcher Fenster für die EM-Qualifikation genutzt, typischerweise im März, Juni, September, Oktober und November. Innerhalb dieser Zeiträume absolvieren die Teams jeweils zwei Spiele, meist donnerstags und sonntags, was den Mannschaften minimale Erholungszeit zwischen den Partien lässt.

Für Wettende hat dieser Zeitplan praktische Konsequenzen. Die Konzentration der Spiele auf wenige, aber intensive Phasen bedeutet, dass in diesen Zeiträumen eine Fülle von Wettmöglichkeiten besteht, während dazwischen längere Pausen eintreten. Wer auf die Qualifikation wetten möchte, sollte diese Länderspielfenster im Kalender markieren und sich entsprechend vorbereiten. Die Analyse der Kadernominierungen, der Form einzelner Spieler und der taktischen Ausrichtung der Teams wird in den Tagen vor jedem Fenster entscheidend sein.

Die letzten Spieltage der Gruppenphase, voraussichtlich im November 2027, versprechen besondere Dramatik. Wie bei vergangenen Turnieren werden die finalen Gruppenspiele zeitgleich angepfiffen, um taktische Absprachen zwischen den Teams zu verhindern. Diese Gleichzeitigkeit sorgt regelmäßig für Nervenkitzel, wenn mehrere Mannschaften parallel um die entscheidenden Qualifikationsplätze kämpfen. Für Live-Wettende bieten diese Schlussrunden außergewöhnliche Möglichkeiten, auf dynamisch wechselnde Konstellationen zu reagieren.

Nach Abschluss der Gruppenphase folgt im März 2028 die Playoff-Runde, in der die letzten Plätze vergeben werden. Der genaue Modus dieser Playoffs hängt davon ab, wie viele der Gastgeberländer sich bereits über die reguläre Qualifikation einen Platz gesichert haben. Die Zeitspanne zwischen Ende der Gruppenphase und Playoff-Runde gibt den Teams Gelegenheit zur Regeneration und taktischen Vorbereitung auf die alles entscheidenden Spiele.

Gruppenauslosung im Dezember 2026 in Belfast

Die Auslosung der Qualifikationsgruppen für die EM 2028 findet am 6. Dezember 2026 in Belfast, Nordirland, statt. Die Wahl dieses Ortes hat symbolische Bedeutung, da Nordirland ursprünglich als fünftes Gastgeberland vorgesehen war, bevor Probleme bei der Renovierung des Casement Park dazu führten, dass das Land seine Gastgeberrolle abgeben musste. Die Ausrichtung der Auslosung in Belfast demonstriert, dass Nordirland dennoch als Partner in die Organisation des Turniers eingebunden bleibt.

Die Auslosung wird im International Convention Centre (ICC) der nordirischen Hauptstadt stattfinden und sämtliche teilnehmenden Nationalverbände zusammenführen. Für Wettende markiert dieses Ereignis den Startpunkt der konkreten Qualifikationsanalyse, denn erst mit der Gruppenauslosung wird klar, welche Mannschaften auf wen treffen und welche Wege sich für die verschiedenen Teams zur Endrunde eröffnen.

Die Setzliste für die Auslosung basiert auf dem UEFA-Koeffizienten der Nationalmannschaften, der sich aus den Ergebnissen der vergangenen europäischen Wettbewerbe berechnet. Die höchstplatzierten Teams werden in Topf 1 gesetzt und vermeiden so ein direktes Aufeinandertreffen in der Gruppenphase. Die vier Gastgeberländer werden unabhängig von ihrer Koeffizientenplatzierung in separate Gruppen gelost und fungieren dort als Gruppenköpfe, sofern ihr Koeffizient dies zulässt.

Nach Abschluss der Ligaphase der Nations League 2026/27 werden die finalen Setzlisten erstellt. Teams, die in der Nations League erfolgreich abgeschnitten haben, können ihre Position in den Lostöpfen verbessern, was die Bedeutung dieses Wettbewerbs als Vorbereitung auf die EM-Qualifikation unterstreicht. Für Wettende bedeutet dies, dass bereits die Nations-League-Ergebnisse Hinweise auf die potenzielle Gruppenzusammensetzung geben können.

Die Auslosung selbst wird live übertragen und von der UEFA mit entsprechender Zeremonie inszeniert. Erfahrungsgemäß sind die Reaktionen auf die Gruppenzusammenstellungen unmittelbar bei den Buchmachern zu spüren: Die Quoten auf Gruppensieger und Qualifikanten werden innerhalb von Stunden nach der Auslosung angepasst. Wer früh reagiert und seine Analyse bereits vor der Auslosung für verschiedene Szenarien vorbereitet hat, kann von Quotenbewegungen profitieren.

Die 12 Qualifikationsgruppen erklärt

Übersichtstafel mit Gruppenkonstellationen im Konferenzraum

Das Qualifikationssystem zur EM 2028 sieht zwölf Gruppen vor, die unterschiedlich groß sind: Einige Gruppen umfassen fünf Teams, andere nur vier. Diese asymmetrische Struktur ergibt sich aus der Notwendigkeit, den Kalender mit anderen UEFA-Wettbewerben wie der Nations League zu koordinieren. Teams in Vierergruppen haben weniger Pflichtspiele und damit mehr Flexibilität für andere Wettbewerbe oder Testspiele.

Innerhalb jeder Gruppe spielt jedes Team zweimal gegen jeden Gegner, einmal zu Hause und einmal auswärts. Bei einer Fünfergruppe bedeutet dies acht Gruppenspiele pro Mannschaft, bei einer Vierergruppe sechs Spiele. Die Punkte werden nach dem klassischen System vergeben: drei Punkte für einen Sieg, ein Punkt für ein Unentschieden, null Punkte für eine Niederlage. Bei Punktgleichheit am Ende der Gruppenphase entscheidet zunächst der direkte Vergleich, dann die Tordifferenz und schließlich die Anzahl der erzielten Tore.

Die Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die EM 2028, unabhängig davon, ob sie aus einer Vierer- oder Fünfergruppe kommen. Damit stehen nach Abschluss der Gruppenphase bereits zwölf Teilnehmer fest. Die Gruppenzweiten werden in einer separaten Rangliste verglichen, wobei in Gruppen unterschiedlicher Größe nur die Ergebnisse gegen den Ersten, Dritten und Vierten gewertet werden, um Fairness zu gewährleisten. Die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich ebenfalls direkt, die verbleibenden vier gehen in die Playoffs.

Für Wettende ist das Verständnis der Gruppenstruktur entscheidend für die Einschätzung von Qualifikationschancen. Ein Gruppensieg ist naturgemäß wahrscheinlicher als der zweite Platz, aber die direkte Qualifikation ist auch über den zweiten Platz möglich, sofern man zu den acht besten Gruppenzweiten gehört. Die Analyse vergangener Qualifikationsrunden zeigt, dass Gruppenzweite mit einer starken Heimbilanz und hoher Tordifferenz die besten Chancen haben, unter die Top 8 zu kommen.

Die Gruppengröße hat auch taktische Implikationen. In Fünfergruppen ist die Fehlertoleranz geringer, da mehr Spiele gegen mehr Gegner zu bestreiten sind, was die Wahrscheinlichkeit von Ausrutschern erhöht. In Vierergruppen hingegen kann ein einziger Patzer gegen einen direkten Konkurrenten bereits entscheidend für die Gruppenplatzierung sein. Diese Unterschiede sollten bei Wetten auf Gruppensieger und Qualifikanten berücksichtigt werden.

Sonderrolle der Gastgeberländer: Müssen sie sich qualifizieren?

Die EM 2028 bringt eine ungewöhnliche Konstellation mit sich: Vier Länder teilen sich die Gastgeberrolle, aber keines von ihnen erhält einen automatischen Startplatz. England, Wales, Schottland und die Republik Irland müssen sich durch die reguläre Qualifikation kämpfen, um bei ihrem eigenen Turnier dabei zu sein. Diese Regelung wurde von der UEFA bewusst gewählt, um die sportliche Integrität des Wettbewerbs zu wahren, da eine automatische Qualifikation für vier Teams die Chancen anderer Nationen erheblich reduziert hätte.

Als Kompromiss hat die UEFA zwei reservierte Plätze für Gastgeberländer eingerichtet. Falls eine oder zwei der vier Gastgebernationen die reguläre Qualifikation nicht schaffen sollten, werden diese Plätze an die bestplatzierten nicht qualifizierten Gastgeber vergeben. Konkret bedeutet dies: Wenn beispielsweise Wales und Schottland weder als Gruppensieger noch unter den besten acht Gruppenzweiten landen, erhalten die beiden bestplatzierten unter ihnen dennoch einen Turnierplatz.

Für England ist diese Situation wenig besorgniserregend. Die Three Lions gehören zu den Top-Nationen des europäischen Fußballs und werden als Favorit in ihre Qualifikationsgruppe gehen. Anders sieht es bei Wales, Schottland und Irland aus, die historisch zwischen den Rängen 20 und 40 der UEFA-Rangliste pendeln. Für diese Mannschaften ist die reguläre Qualifikation keineswegs garantiert, und die reservierten Plätze könnten durchaus benötigt werden.

Die praktischen Auswirkungen dieser Regelung auf die Playoffs sind komplex. Falls beide reservierten Plätze genutzt werden, stehen nur noch zwei statt vier Plätze für die Playoff-Runde zur Verfügung. In diesem Szenario würden acht Teams in zwei separaten Playoff-Pfaden um die letzten beiden Tickets kämpfen, wobei jeder Pfad aus einem Halbfinale und einem Finale besteht. Falls nur ein reservierter Platz genutzt wird, bleiben drei Playoff-Plätze übrig, und zwölf Teams kämpfen in drei Pfaden um diese.

Für Wettende ergeben sich aus dieser Situation interessante Möglichkeiten. Die Quoten auf die Qualifikation von Wales, Schottland und Irland berücksichtigen die reservierten Plätze, was zu verzerrten Einschätzungen führen kann. Wer die genauen Regelungen versteht und einschätzen kann, wie wahrscheinlich ein Gastgeberland den direkten Weg verpasst, kann möglicherweise Value-Wetten identifizieren, sei es auf die Qualifikation der Gastgeber oder auf die Konsequenzen für andere Teams im Playoff-System.

Nations League als Türöffner für Underdogs

Fussballmannschaft jubelt nach einem wichtigen Sieg im Stadion

Die UEFA Nations League ist nicht nur ein eigenständiger Wettbewerb, sondern auch integraler Bestandteil des Qualifikationssystems für die Europameisterschaft. Diese Verknüpfung bietet Mannschaften, die in der klassischen Qualifikation scheitern, eine zweite Chance auf das Ticket zur Endrunde. Für kleinere Fußballnationen kann die Nations League daher zum entscheidenden Türöffner werden, der ihnen den Traum von der Teilnahme an einer Europameisterschaft erfüllt.

Die Nations League 2026/27 wird vor der EM-Qualifikation gespielt und bestimmt mit, welche Teams in den Playoffs vertreten sind. Die bestplatzierten Gruppensieger jeder Liga (A, B, C und D), die sich nicht über die reguläre Qualifikation einen Platz gesichert haben, erhalten Zugang zu den Playoffs. Diese Regelung stellt sicher, dass auch Teams aus niedrigeren Ligen eine realistische Chance auf die EM haben, selbst wenn sie in einer schwierigen Qualifikationsgruppe gelandet sind.

Portugal hat bei der Nations League 2024/25 seinen zweiten Titel geholt und damit eindrucksvoll bewiesen, dass dieser Wettbewerb ernst genommen wird. Das Finale gegen Spanien, das Portugal nach Elfmeterschießen mit 5:3 gewann, zeigte das Niveau, auf dem die Nations League mittlerweile stattfindet. Cristiano Ronaldos Tränen nach dem Triumph illustrierten die emotionale Bedeutung, die auch ein vermeintlich sekundärer Wettbewerb für die Spieler haben kann.

Für Deutschland endete die Nations League 2024/25 mit einem vierten Platz nach einer 0:2-Niederlage gegen Frankreich im Spiel um Platz drei. Zuvor hatte die Mannschaft von Julian Nagelsmann das Halbfinale gegen Portugal mit 1:2 verloren. Diese Ergebnisse unterstreichen, dass selbst eine starke Nations-League-Kampagne keine Garantie für Erfolg ist, zeigen aber auch, dass das DFB-Team auf dem Weg ist, wieder zu den europäischen Topnationen zu gehören.

Aus Wettsicht bietet die Nations League interessante Möglichkeiten für langfristig denkende Analysten. Wer die Leistungen der Teams in der Nations League verfolgt, erhält Einblicke in deren aktuelle Form, taktische Ausrichtung und Kadertiefe, die für Prognosen zur EM-Qualifikation wertvoll sein können. Gleichzeitig beeinflussen die Nations-League-Ergebnisse die Setzlisten für die Qualifikationsauslosung, was frühzeitige Spekulationen über mögliche Gruppenkonstellationen ermöglicht.

Playoff-Szenarien und deren Auswirkungen

Die Playoffs zur EM 2028 bilden den letzten Akt der Qualifikation und bieten Teams, die den direkten Weg verpasst haben, eine finale Chance auf das Ticket zur Endrunde. Der genaue Modus dieser Playoff-Runde ist variabel und hängt davon ab, wie viele der reservierten Gastgeberplätze genutzt werden. Diese Flexibilität schafft Unsicherheit, die für Wettende sowohl Risiko als auch Chance bedeutet.

Im Basisszenario, wenn alle vier Gastgeberländer sich regulär qualifizieren, stehen vier Playoff-Plätze zur Verfügung. Acht Teams treten in vier Playoff-Partien gegeneinander an, wobei jede Begegnung aus Hin- und Rückspiel besteht. Die vier Sieger dieser Duelle qualifizieren sich für die EM. Die acht Playoff-Teilnehmer setzen sich aus den verbleibenden Gruppenzweiten (die nicht unter den besten acht waren) und den bestplatzierten Nations-League-Gruppensiegern, die sich nicht anderweitig qualifiziert haben, zusammen.

Falls ein reservierter Gastgeberplatz genutzt wird, schrumpft die Anzahl der Playoff-Plätze auf drei. In diesem Szenario kämpfen zwölf Teams in drei separaten Pfaden um die verbleibenden Tickets. Jeder Pfad besteht aus einem Halbfinale und einem Finale, wobei alle Spiele als Einzelpartien auf neutralem Boden ausgetragen werden. Die Paarungen werden so gestaltet, dass Teams aus verschiedenen Nations-League-Ligen sich auf dem Weg zum Finale begegnen können.

Das extremste Szenario tritt ein, wenn beide reservierten Gastgeberplätze benötigt werden. Dann bleiben nur noch zwei Playoff-Plätze übrig, um die acht verbleibenden Teams werden in zwei Pfaden untergebracht. Für Mannschaften, die auf den Playoff-Weg angewiesen sind, reduziert dieses Szenario die Chancen erheblich, da weniger Plätze zur Verfügung stehen und die Konkurrenz entsprechend härter ist.

Für Wettende ergibt sich aus diesen Szenarien die Notwendigkeit, frühzeitig die Qualifikationschancen der Gastgeberländer einzuschätzen. Wer prognostiziert, dass beispielsweise Wales und Irland die reguläre Qualifikation verpassen, kann daraus Schlüsse für Wetten auf andere Teams ziehen, deren Playoff-Chancen sich dadurch verschlechtern oder verbessern. Die Interdependenz zwischen verschiedenen Qualifikationssträngen macht die Analyse komplex, aber auch potenziell lohnend für diejenigen, die die Zusammenhänge verstehen.

Wetten auf die EM-Qualifikation: Märkte und Strategien

Person analysiert Fussballstatistiken auf dem Tablet am Schreibtisch

Die Qualifikationsphase zur EM 2028 bietet eine Vielzahl von Wettmärkten, die sich von den Wetten während des Turniers selbst unterscheiden. Die Langfristigkeit der Qualifikation, die sich über neun Monate erstreckt, erfordert andere analytische Ansätze als das komprimierte Turnierformat. Wer erfolgreich auf die Qualifikation wetten möchte, sollte sich mit den spezifischen Märkten und ihren Eigenheiten vertraut machen.

Der offensichtlichste Markt ist die Wette auf Gruppensieger und Qualifikanten. Bereits kurz nach der Auslosung im Dezember 2026 werden die Buchmacher entsprechende Quoten anbieten. Die Analyse historischer Daten zeigt, dass Favoriten in der Qualifikation seltener scheitern als bei Turnieren selbst, da die Gruppengröße und die Anzahl der Spiele mehr Raum für Korrekturen bietet. Dennoch gibt es regelmäßig Überraschungen, wenn vermeintlich sichere Kandidaten stolpern.

Einzelspielwetten während der Qualifikation folgen denselben Prinzipien wie bei anderen Länderspielen. Die klassische 1X2-Wette, Torwetten und Handicap-Optionen sind verfügbar. Ein besonderer Aspekt der Qualifikation ist die Bedeutung von Heimspielen: Statistisch gesehen gewinnen Heimteams in der EM-Qualifikation häufiger als im Durchschnitt anderer Wettbewerbe, da die kleineren Nationen vor eigenem Publikum über sich hinauswachsen können. Diese Tendenz sollte bei der Quotenbewertung berücksichtigt werden.

Die letzten Spieltage der Gruppenphase bieten besondere Wettgelegenheiten. Wenn die Qualifikationssituation klar ist und ein Team bereits sicher qualifiziert oder sicher ausgeschieden ist, ändert sich die Motivation erheblich. Teams ohne etwas zu gewinnen spielen oft mit B-Mannschaften oder experimentellen Aufstellungen, während Teams, die noch um alles kämpfen, ihre stärkste Elf aufbieten. Diese asymmetrischen Motivationslagen können zu vermeintlich unlogischen Ergebnissen führen, die für informierte Wettende Chancen bieten.

Eine spezifische Strategie für Qualifikationswetten ist das Ausnutzen von Quotenbewegungen nach Länderspielfenstern. Die Quoten auf Gruppensieger und Qualifikanten passen sich nach jedem Spieltag an die veränderte Tabellensituation an. Wer vor einem Spieltag eine fundierte Prognose hat, die von der öffentlichen Meinung abweicht, kann durch frühzeitiges Setzen profitieren, wenn sich seine Einschätzung als korrekt erweist und die Quoten entsprechend fallen.

Deutsche Nationalmannschaft: Erwartungen und Chancen

Deutsche Fussballnationalspieler beim Mannschaftstraining

Die deutsche Nationalmannschaft geht als einer der Top-Favoriten in die Qualifikation zur EM 2028. Die Entwicklung unter Bundestrainer Julian Nagelsmann hat das Team zurück in die europäische Spitze geführt, auch wenn der ganz große Triumph bislang ausgeblieben ist. Bei der Nations League 2024/25 erreichte Deutschland das Halbfinale und richtete als Gastgeber das Finalturnier aus, bevor man im Spiel um Platz drei Frankreich mit 0:2 unterlag.

Die Heim-EM 2024 in Deutschland endete mit einer bitteren Niederlage im Viertelfinale gegen den späteren Europameister Spanien nach Verlängerung. Dieses Aus hinterließ einen Stachel, aber auch die Gewissheit, dass die Mannschaft auf dem richtigen Weg ist. Die junge Generation um Jamal Musiala und Florian Wirtz hat gezeigt, dass sie auf höchstem Niveau mithalten kann, und wird 2028 im besten Fußballeralter sein.

Für die Qualifikation bedeutet die Stärke der deutschen Mannschaft, dass der Gruppensieg als nahezu sicher gelten kann. In den vergangenen Qualifikationsrunden ist Deutschland nur selten gestrauchelt, und auch wenn einzelne Überraschungen nie auszuschließen sind, spricht die Kadertief und Qualität klar für das DFB-Team. Wettende, die auf den Gruppensieg setzen wollen, werden entsprechend niedrige Quoten vorfinden, was den potenziellen Gewinn begrenzt.

Interessanter sind möglicherweise Wetten auf deutsche Spieler in Einzeldisziplinen oder auf die Art und Weise, wie Deutschland die Qualifikation absolviert. Kann das Team alle Spiele gewinnen? Wie viele Tore wird es erzielen? Welcher Spieler wird die meisten Treffer beisteuern? Diese Nebenmärkte bieten oft attraktivere Quoten als die Basiswette auf die Qualifikation selbst.

Die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko findet vor der EM-Qualifikation statt und wird entscheidend für die Einschätzung des deutschen Teams sein. Ein erfolgreiches Abschneiden würde das Selbstvertrauen stärken und die Position in den Setzlisten verbessern, während ein enttäuschendes Turnier Fragen aufwerfen könnte. Für Wetten auf die EM-Qualifikation sind die WM-Ergebnisse daher ein wichtiger Faktor, der in die Analyse einbezogen werden sollte.

Die Kadersituation verdient ebenfalls Beachtung. Spieler wie Musiala, der bei der EM 2024 einer der Torschützenkönige war, und Wirtz, der trotz einer schwierigen Phase bei Liverpool sein Potenzial bei der Nationalmannschaft abruft, werden die Offensive prägen. Im Sturm bieten sich mit Kai Havertz und Nick Woltemade, dem aufstrebenden Talent von Stuttgart, mehrere Optionen. Die Defensive um Jonathan Tah und die erfahrene Mittelfeldachse mit Joshua Kimmich bieten Stabilität.

Ein besonderer Aspekt für die deutsche Qualifikationskampagne ist die Tatsache, dass das Team nicht als Gastgeber fungiert und damit keine besonderen Regelungen zu beachten hat. Anders als England, Wales, Schottland und Irland kann Deutschland ohne den psychologischen Druck eines Heimturniers in die Qualifikation gehen und sich ganz auf die sportliche Aufgabe konzentrieren. Die Erfahrung aus der Ausrichtung der EM 2024 hat gezeigt, dass der Heimvorteil auch zur Belastung werden kann.

Für langfristig orientierte Wettende bietet die deutsche Mannschaft eine interessante Konstellation: Die Quoten auf den EM-Titel werden vermutlich attraktiver sein als die Quoten auf die Qualifikation, da letztere als nahezu sicher gilt. Wer frühzeitig auf Deutschland als Europameister setzen möchte, sollte die Qualifikationsphase als Informationsquelle nutzen, um die aktuelle Form und Entwicklung des Teams einzuschätzen, bevor das Turnier selbst beginnt.

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